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REHA Klinik Le Noirmont

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Aufenthalt vom Donnerstag, 4.11.2021 bis xx.xx.20210

4.11.2021

Der Empfang war sehr herzlich, die Administration kurz und knackig.
Mein Zimmer ist im obersten Stock des Hotelgebäudes.[3]
Oberste, dunkle Zeile, Mitte.
Blick nach Süd-Süd-Ost.

Mir wurden ein EKG verpasst, die, Kardiologin, Dottora Minelli,
hat mich mit Ultraschall untersucht, dann durfte ich noch einen 
absolut schwachsinnigen Fragebogen, etwa 30 Fragen, jeweils etwa
10 mögliche Antworten, ausfüllen.
By the way, Minelli, DIE Kardiologin im Haus spricht kein Deutsch.

Vor dem Nachtessen warten wir wie die Kühe vor de Melkstation vor 
dem Ess-Saal.
Dort ist Drogenausgabe und erst dann ...
Ich mache eine 180° Kehre und denke 'später'.
Keine Viertelstunde später kommt das Telefon : Mr. Kehl, vous venez
pas manger?
Si, Mr. Kehl vöniert, nachdem ihm die Länge der Schlange vor der 
Drogenstation mit Null bestätigt worden ist.

Scheinbar kennen mich hier alle oder ich bin für mich unsichtbar 
angeschrieben. Mr. Kehl hier, Mr. Kehl dort, selten Herr Kehl. 
Ich werde hier vermutlich mein Französisch aufpolieren, wie nie 
zuvor. Ich bin damit nicht unglücklich.
Es gibt ein Menu, für alle.
Die Halb- und Ganz-Privaten dürfen an einem Zweiertisch in einem
eigenen separaten Verschlag essen.
Die Allgemeinen im Ess-Saal an Vierertischen und haben es damit
entsprechend lustiger und mehr Aussicht.
Dieser Verschlag hat einen Durchbruch nach Allgemein; wir sind also 
nicht vollkommen unbeaufsichtigt.
Ich mit dem Rücken zur Übersicht. Geht gar nicht, ist geändert.
Mittendrin ein Salatbuffet, welches aber zügig abgeräumte wird, wenn
erst mal das Essen auf dem Tisch steht.
Zuerst eine Kürbissuppe, ausgezeichnet.
Danach zwei Spiegeleier, schön angerichtet mit runden Plätzli aus
Kartoffel-, Zucchetti- und Rüeblispänen.
Gekocht, nicht gebraten.
Zum Dessert, mein Nachbar, Urs Wehrli übrigens, ein Birnen Dingsbumms,
ich eine wunderschönes Stück Birnenwähe.
Die Birnen grob geraffelt und ein leichter Guss.
  
5.11.2021
Komme vom Nachtessen.
Vom Tag gibt es einiges zu berichten, aber ich mag nicht mehr
Werde halt etwas asynchron den Tag beschreiben; es war einiges los.

Mein Tischgefährte sitze mit seiner Frau am Tisch nebenan; ich bin alleine. 
Sie nutzt das ganze Wochenende. Scheinbar geht FR - SA.

In Kürze
Zuerst wie immer Salat, dann Erbsensuppe, feini,feini, dann Spaghetti bolo.
Teigwaren kochen ist schwierig in einem Betrieb, der kein Salz auf den Tisch
stellt.
Zum Dessert ein geraffelter Apfel Dingsbumms. War gut aber viel zu viel.
Vom Einerli Rosé ging auch ein rechter Schluck zurück; ich falle um vor
Müdigkeit.

Heute am 6.22. erinnere ich mich an zwanzig Minuten auf dem Velo, an den Besuch
bei der Dottora Minelli, welche mich erst auf Italienisch voll quatschte und mich
nach Ruehe-EKG auf's Velo befahl, um weitere Messungen vorzunehmen. Das alles
macht sicher Sinn und die Dottora scheint sehr feinfühlig.

Den Nachmittag habe ich dösend im Bett verbracht, unterhalten von den anonymen 
Alphorikern. Das war sehr angenehm.





Um halb Acht(!) war ich im Bett und weg.
Um Zehn kam eine Dame mit einer Spritze; kaum mitbekommen.
  
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