Kurz und bündig, Reisen wird immer anstrengender, oder wir werden einfach alt. Um 20 vor 6 hat uns Karin abgeholt und zum Flughafen gebracht. Wie angenehm, nicht mit der ganzen Bagage auf Tram und Bus zu müssen. Ok, es gäbe noch das Taxi, aber so war es einfach wunderbar. Nomoll vile Dangg, liebi Karin. Danke auch für die andern Angebote, uns zu fahren. Ruedi und ich wissen dies zu schätzen. Gepäck abgeben, Sicherheitskontrolle, alles läuft wie geschmiert, und nun fängt die Warterei an. 2 Stunden rum sitzen, Ruedi liest, ich bin zu müde dafür. Um 8 dürfen wir einsteigen, um 8.30 rollen wir zur Piste, um 9.30 landen wir in Frankfurt. Unser Flugzeug war so klein, dass es nicht an ein Fingerdock kann. Also eine Flughafenrundfahrt, die eine gute Viertelstunde dauert, und dann geht der Marsch los quer durch den Flughafen. Trotz kurzen Strecken auf dem Rollband müssen wir fast eine halbe Stunden gehen. Dafür gönnen wir uns in der Lounge ein Frühstück mit Rührei und zum Abschluss ein Hafercookie. So gegen ein Uhr gehen wir zum Gate, und bemerken dann, dass der Abflug nicht um 13.40 ist, sondern dann erst das Boarding beginnt. Zum Zeitvertreib wandere nochmals eine halbe Stunde bis fast zur Passkontrolle zurück, und weil die Zeit immer noch nicht um ist, macht Ruedi auch noch eine Runde. Endlich dürfen wir an Bord und werden von einer sehr freundlichen Crew empfangen. Wir heben pünktlich ab und schon bald danach wird warmes Essen serviert, bloss mein Magen ist noch voll vom Frühstück. Ruedi geniesst feine Pasta, ich am Schluss das Dessert. Cheesecake kann ich nicht widerstehen. Nun heisst es die Zeit aussitzen. Ruedi findet einen Tatort, ich zappe mich durch das ganze Angebot, das riesig ist und mich doch nicht interessiert. Auch Musik hören ist keine Option. Draussen ist nichts zu sehen und Grönland ist noch weit. Ruedi schläft nun und ich döse. Irgendwann sehe ich auf dem Screen, dass wir Grönland erreich haben und es ist klare Sicht. Für mich absolut faszinierend, ich geniesse diese Gletscher, diese weisse Weite mit felsigen Spitzen bis alles unter den dichten Wolken verschwindet. Weiter dösen für die nächsten paar Stunden, das Bett ist nicht unbequem. 2 Stunden vor Ankunft wird nochmals eine Kleinigkeit angeboten, und pünktlich kurz vor 4 Uhr landen wir in Vancouver. Wir können einfach den Pfeilen folgen, bis zur Immigration, Pass einlesen, Zettel ausfüllen, Grund und Dauer der Reise angeben und das war's. Nun wieder marschieren, vom internationalen iden nationalen Terminal, was auch hier etwa eine halbe Stunde braucht. Jedenfalls habe ich an diesem Tag, mit total 14 Stunden Flugzeit absitzen, 10'000 Schritte auf dem Zähler. Flugreisen sind also durchaus als sportlich zu betrachten. Auf dem Flug nach Whitehorse gibt es einen Becher Wasser und ein Plättchen mit Wurst und anderem Aufschnitt oder eines mit rohem Gemüse und Hummus, natürlich ales sehr kalt aber ok. Zwei Stunden später landen wir in Whitehorse. Unser Gepäck lässt auf sich warten, aber nach einer weiteren halben Stunde sitzen wir im Shuttle zum Hotel. Von aussen sieht es etwas eigenartig aus, die Ein- gangshalle ist nicht sehr einladend, aber die Angestellte am Empfang ist sehr freundlich und unser Zimmer gross, sauber, hell. Nach einer Dusche sinken wir ins Bett.
Zuletzt geändert 2025-08-22 15:51 UTC von info f532a7x0 (Unterschiede)
|
|